SCHWEIGER GROUP
Sauerlach im Dezember 2025
Verehrte Kunden,
liebe Freunde unseres Hauses,
es ist bald wieder Weihnachten; jeder bereitet sich mit dem Black Friday auf das große Fest und die Sonderangebote vor. Alles voller Rabatte, seitenweise. Als alter Zeitungsleser hat man so seine Gewohnheiten. Um mich in Stimmung zu bringen, beginne ich meistens mit dem Sportteil. Im Sport wird über die Erfolge der Menschen berichtet und nicht von Kriegen und irgendwelchen völlig unverständlichen und launenhaften Deals. Vor der Politik vielleicht dann noch die Rubrik „Vermischtes“, denn auch dort findet man immer wieder interessante und erheiternde Sachen.
Zum Beispiel, dass ein Tag auf dem Uranus länger als bisher gedacht dauert. 28 Sekunden länger. Wobei ein Tag auf dem Uranus ja nur 17 Stunden und ein paar zerquetschte Minuten und Sekunden dauert. Ehrlich gesagt, wäre das nicht auch etwas für die Erde. Ein Tag sieben Stunden weniger. Was uns da täglich alles an blödsinnigem Blödsinn erspart bleibt und wie schnell in dieser kurzen Zeit die Bürokraten alles erledigen müssten.
Eventuell die geplante Verleihung des geplanten europäischen Verdienstordens. Natürlich für Leute, die sich um Europa verdient gemacht haben. Herr Sarkozy wäre vielleicht erste Wahl. Oder die griechische Abgeordnete die uneigennützig EU-Geld an sich selber verteilt hat. Aber keine Sorge, die erste Verleihung in 2026 wird wohl nicht funktionieren. Es wird wahrscheinlich daran scheitern, dass sich die Verantwortlichen nicht darauf einigen können, wie der Orden aussehen soll. Um allen Einsprüchen der einzelnen Länder gerecht zu werden, wird es dann eher ein Riesen-Pokal werden, der dann im Rahmen einer Veranstaltung für notleidende Wahlkampfhelfer verliehen wird. Herr Musk könnte der Gastredner sein und erläutern, warum er jetzt selber Uranus-Präsident werden will. Obwohl er will ja auf den Mars.
Auch aus der Tierwelt liest man Erstaunliches. Die Galapagos Schildkröte „Goliath“ wurde im zarten Alter von 135 Jahren Vater. Das ist eine Leistung, die Respekt verdient und der nur Herr Ecclestone nahekommt. Der wurde mit 89 Jahren noch einmal Vater. Da kann man nur neidig sein. Für die normal Zeugenden fällt einem da der Spruch von Karl Valentin ein: „Kenna dad i scho meng, awa draun dua i mi ned“. (Können würde ich schon mögen aber trauen tu ich mich nicht).
Als Verfechter des dringend notwendigen Beschließens eines Bürokratie-Erhaltungsgesetzes, schließlich sind wir Weltmarktführer bei Bürokratie, sollte unbedingt auf ein paar Beispiele hingewiesen werden, die der Verfasser eines solchen Textes unbedingt braucht.
Zum Beispiel das TÜV-Gewinnmaximierungsprogramm. Einführung einer TÜV-Prüfung für Häuser, für Fahrräder, Rasenmäher und Fußbälle. Auch darf die Einführung von Rettungswesten für Tretbootfahrer unbedingt verzögert werden. Schließlich darf man die Träger der Rettungswesten nicht mit der Kleidung der Bergwacht verwechseln. Der Bürokratieabbau wurde bei den letzten Regierungen immer falsch verstanden. Im Bergbau heißt ja Abbau fördern und das sollte man bitte weiter tun, damit auch weiterhin die Planung für einen Radweg immer mehr als 8 Jahre dauert, eine Ferienwohnung nicht in eine normale Wohnung umgewandelt werden darf, weil man zwar eine Wohnung in eine Ferienwohnung wandeln kann, umgekehrt aber schwierig.
Gott sei Dank wurde eine klare Grenze zwischen Fleisch und Nichtfleisch gezogen. Wo Schnitzel draufsteht, muss auch Schnitzel drin sein, sonst heißt es vielleicht „Produkt mit glutenfreier Panade aus frischen handsortierten Semmelbröseln und Eierersatz hergestellte und schonend gegarten Dings.“ Oder so ähnlich. Auch der Bau einer Lärmschutzwand an der Autobahn verzögert sich, weil jemand eine Haselmaus gesehen hat. Haselmäuse sind wichtig, aber die Gesundheit der Anwohner doch auch. Könnte man ja die Anwohner umsiedeln.
Zur Beruhigung, auch anderswo gibt es etwas zum Kopfschütteln. In der Slowakei dürfen sich Fußgänger auf Gehwegen im Ortsgebiet nicht schneller als 6 km/h bewegen. Das bräuchten wir doch auch. Diese überschnellen zum Zug Geher sind echt aufregend, zumal sie immer zu früh am Zug sind; Könnte ja pünktlich sein, aber eher kommt er nicht. Fällt der Zug aus, dann freuen sich die Worklifebalance-Anhänger über mehr Chillzeit.
Ob in dieser zusätzlichen Balancefreizeit auch Trumpolin gesprungen wird. Keine Ahnung.
Viele haben es ja verkauft, weil es die falsche Farbe oder einen falschen Namen hatte. Farben sind ja auch in der Politik interessant. Ampel, Jamaica, Tigerenten-Koalition, GroKo, Brombeer und noch einiges mehr. Farben haben ja auch eine Bedeutung. Zum Beispiel schwarz (erinnert an die dunklen Zeiten), rot (sozial und unabhängig) und grün (Wachstum ???) blau für (Hoffnung ??). So schön die Farben auch sind, sie ändern aber nichts.
Wie in der Wirtschaft, so gibt es doch in der Politik auch den Arbeitskräftemangel und ganz besonders auch, den Fachkräftemangel. Ist schon aufregend, das Auf und Ab und hin und her und da ein Vorschlag und da ein Nachschlag und da eine schwammige Aussage nach der anderen und dann wundern wir uns, wenn die anderen immer mehr werden. Klare Linie, Einigkeit in den Aussagen und nicht aus politischen Gründen gegen einen guten Vorschlag sein. Die Frage warum sich Radfahrer und Radwege nicht so sehr mögen wird wohl nicht beantwortet werden. Vielleicht sollte man tauschen, Autos auf die Radwege und Radfahrer auf die normalen Straßen.
War wieder mal ein ereignisreiches Jahr mit Höhen und Tiefen. Hoch beim Dax und absolute Tiefe beim Maschinenbau. Hoch auf dem Konto eines Präsidenten und Tief auf dem Konto anderer, Hoch bei den Sale-Rabatten und Tief bei der Kundenanzahl in den Ladengeschäften usw.
Wünschen wir uns für 2026 eine erfolgreiche Olympiabewerbung, eine Erklärung der Sportreporter was die Box beim Fußball ist, eine annehmbare Rentenreform, eine Zinssenkung für das Sondervermögen, eine spannende WM, eine Erholung im Maschinenbau, korrekte und geradlinige Politiker, ein bisschen Schnee, einen angenehmen Sommer ohne Extreme und E-Autos mit 2.000 km Reichweite und viel Stoff für die Kabarettisten.
Freuen wir uns alle auf angenehme und ruhige Tage, sehen wir mit Gelassenheit dem entgegen was auf uns zukommt und sammeln wir dafür viel Kraft.
Ein herzliches und ehrliches Dankeschön für die gute Zusammenarbeit in 2025, für Ihre Treue und Ihr Vertrauen in äußerst schwierigen Zeiten.
Ihnen, Ihren Angehörigen und Ihrem Unternehmen wünschen wir alles nur erdenklich Gute und allen beste Gesundheit.
Wünschen wir uns Frieden auf der Welt.
Albert Schweiger
Dr. Christoph Schweiger
Dipl.-Ing. (FH)